
Da sind einfache, sich wiederholende Muster, dann wieder chaotisch anmutende Strukturen. Ihnen allen gemein aber ist die Tendenz zum kompositorischen Gleichgewicht, nicht selten formieren sie sich zu einer Art optimalen Spannung. Die Fähigkeit von Barito und Co., ihr malerisches Tun zu kontrollieren, ist also offensichtlich. Ihre Bilder sind in der Regel austariert: farblich wie strukturell.

Die verwendeten kalligrafischen Elemente: Linien - vertikal, horizontal und diagonal gemalt -, einfach, mehrfach, gerade und geschlängelt aufgetragen. Zuweilen dominieren Schlaufen und Spiralen, in Wiederholungen rhythmisch aneinander gereiht, ineinander verwoben und mit viel Energie auf die Malfläche gebracht. All diese Elemente gehören zu der Kategorie der Kritzeltypen. Die bildet die Grundstufe des grafischen Differenzierungsvermögens und entspricht dem Entwicklungsstand eines ca. zweijährigen menschlichen Kindes.

Robert, Homo sapiens, ca. 2,5 Jahre,
Fingerfarben auf Leinwand, 2010.
Das Bild ist im Vorfeld der affenBRUT-
Ausstellung in Biedenkopf entstanden.
Doch anders als das Kind von Homo sapiens, das seine zeichnerischen Ausdrucksmöglichkeiten bis hin zur figuralen Darstellung weiterentwickelt, bleiben vormenschliche Primaten der Kritzelphase verhaftet. No way out.
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